Im Rahmen meines Wirtschaftspraktikums im 12. Jahrgang hatte ich die Möglichkeit, mein Praktikum im Deutschen Bundestag bei Sebastian Schmidt (MdB) zu absolvieren und Politik dabei direkt vor Ort zu erleben. Auf das Praktikum aufmerksam geworden bin ich durch mein eigenes politisches Engagement: Ich bin Mitglied der Jungen Union und der CDU, dadurch habe im vergangenen Jahr aktiv den Wahlkampf von Sebastian Schmidt unterstützt und ihn einfach gefragt, ob ein Praktikum möglich wäre. Nachdem er in den Bundestag eingezogen ist, habe ich mich dann noch einmal offiziell beworben und schließlich die Zusage bekommen.

Meine erste Woche im Praktikum war sitzungsfrei und damit ein sehr guter Einstieg, um sich in die Abläufe und Themen einzuarbeiten. Gleichzeitig war sie alles andere als langweilig: Innerhalb von drei Tagen hatte ich sogar zweimal die Möglichkeit, das Bundeskanzleramt zu besuchen. In der zweiten Woche folgte dann die Sitzungswoche und damit ein deutlicher Kontrast. Der Alltag war spürbar intensiver: längere Tage im Büro, ein deutlich strafferer Zeitplan und insgesamt mehr Dynamik. Es standen zahlreiche Termine und Gespräche an, sowie viele kurzfristige Änderungen im Tagesablauf, wodurch ich einen sehr realistischen Eindruck davon bekommen habe, wie arbeitsintensiv die parlamentarische Arbeit tatsächlich ist.

Ein besonderes Highlight war für mich, dass ich kurz vor der Fraktionssitzung mit in den Fraktionssaal der CDU/CSU Fraktion kommen durfte. Dort konnte ich auf Politiker wie den Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und den Außenminister Johann Wadephul treffen.

Während meines Praktikums war ich auch aktiv in die inhaltliche Arbeit eingebunden. So durfte ich unter anderem bei der Vorbereitung von Terminen für MdB Sebastian Schmidt mitwirken, indem ich Hintergrundinformationen recherchiert und kompakt aufbereitet habe. Dadurch habe ich ein gutes Bild davon bekommen, wie wichtig eine strukturierte Vorbereitung für politische Gespräche ist.

Außerdem hatte ich die Möglichkeit, an mehreren Diskussionsrunden im Rahmen des Praktikantenprogramms der CDU/CSU Fraktion teilzunehmen. Der Austausch mit Abgeordneten und anderen Praktikanten hat mir zusätzliche und besonders spannende Einblicke in aktuelle politische Themen und Entscheidungsprozesse gegeben.

Überrascht hat mich vor allem, wie schnell man sich im politischen Arbeitsalltag in neue Themen einarbeiten muss. Oft galt es, in kurzer Zeit relevante Informationen zu erfassen und strukturiert aufzubereiten. Gleichzeitig war ich erstaunt, wie weitläufig die Wege zwischen den einzelnen Gebäuden sind: Die unterirdischen Verbindungen zwischen der Wilhelmstraße 65, dem Jakob-Kaiser-Haus, dem Reichstagsgebäude sowie dem Paul-Löbe-Haus und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus sind deutlich länger, als ich es erwartet hätte.

Insgesamt hat mir das Praktikum einen sehr realistischen und spannenden Einblick in die politische Arbeit gegeben. Ich konnte viele Eindrücke sammeln und habe ein deutlich besseres Verständnis dafür bekommen, wie Politik im Alltag tatsächlich funktioniert. Ich kann ein Praktikum im Bundestag allen empfehlen, die sich für Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Themen interessieren und einmal hinter die Kulissen schauen möchten.

Text und Fotos: Ella, 12c