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Grundsätzlich
Über G9/G8 ist viel diskutiert worden. Wir haben uns aus vielen guten Gründen für G9 entschieden.

In unserem G9-Gymnasium gehören die Jahrgänge 7-10 zur Mittelstufe. Gerade die Mittelstufe profitiert also von dieser Entscheidung sehr. Wir haben ein Jahr mehr Zeit zum MEHR LERNEN, können in Ruhe arbeiten, auch mal Irrungen und Wirrungen in diesen Jahrgangsstufen ohne Zeitdruck bearbeiten. Bildung braucht diese Zeit! In unserem G9-Gymnasium haben Schüler aber auch mehr Zeit zum MEHR LEBEN. Gerade die ersten beiden Jahrgänge bieten viel Freiraum für Leben außerhalb von Schule (beispielsweise in Vereinen), aber auch innerhalb unserer Schule durch die Teilnahme an unserem Angebot in der offenen Ganztagsschule. Das Erwachsenwerden braucht diese Zeit!

FAQ
Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.

Sie erreichen mich unter:
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oder telefonisch: 04521/792531
oder über das Sekretariat.

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H. Gotthard, Stufenleitung

Aus dem Bereich der Mittelstufe möchte ich Ihnen einige häufig gestellte Fragen beantworten.

Wie ist das mit der Stundentafel?
Über die Anzahl der zu erteilenden Stunden entscheidet die Landesregierung durch Verordnungen. Mittlerweile gilt eine Kontingentstundentafel. Die vorgegebene Stundenzahl für die Jahrgangsstufen 7-10 (!): Deutsch: 16 Stunden, Mathematik: 14, 1. Fremdsprache (Englisch): 13, 2. Fremdsprache (Latein oder Französisch): 15, Naturwissenschaften (Bio, Physik, Chemie): 18, Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Geografie, Wirtschaft/Politik, Religion): 19, ästhetische Bildung, Sport (Kunst/Musik, Sport): 20, Wahlpflichtbereich: 6-8 Stunden. Gesamtstundenzahl 121-123. Wer sich noch genauer informieren will, kann das hier.

Was versteht man unter Wahlpflichtbereich?
Das Wort "Wahlpflicht" ist zunächst einmal wörtlich zu nehmen. Es gibt eine Wahlmöglichkeit, aber eben auch eine Pflicht, etwas zu wählen. Im Zentrum unseres Angebots steht Spanisch als 3. Fremdsprache. Wir werben sehr nachdrücklich für Spanisch, weil nur so gewährleistet ist, dass man zwischen unseren Oberstufenprofilen frei wählen kann, denn Spanisch ist bei uns das profilgebende Fach im sprachlichen Profil. Als Alternativangebot kann Informatik gewählt werden. Die Wahl von Informatik ist aber nicht die Voraussetzung für die Profilwahl. Unsere Schülerinnen und Schüler können also beispielsweise Spanisch wählen, es in der Oberstufe auch fortführen, aber trotzdem das naturwissenschaftliche Profil belegen.

Welche Abschlüsse werden erworben?
Der Abschluss an einem Gymnasium ist natürlich das Abitur. In der Mittelstufe erwirbt man durch Versetzung von der 9. in die 10. Klasse den Ersten allgemeinbildenden Abschluss, durch die Versetzung in die 11. Klasse wird der Mittlere Schulabschluss erreicht. Zeugnisse über diese Abschlüsse werden nur ausgestellt, wenn die Schullaufbahn nicht fortgesetzt werden soll, also keine höheren Abschlüsse erreicht werden können.

In der Mittelstufe kann man nicht mehr "sitzenbleiben" – stimmt das wirklich?
Am Ende der 7. und 8. Jahrgangsstufe steigen alle grundsätzlich in die nächste Jahrgangsstufe auf, am Ende der 9. Jahrgangsstufe werden in einem G9-Gymnasium alle versetzt. Die Klassenkonferenz kann allerdings den Aufstieg oder die Versetzung jeweils mit einem Vorbehalt versehen, wenn schwerwiegende fachliche Mängel vorliegen. In der Schulartverordnung Gymnasium heißt es in § 6:

(1) Das Aufsteigen in die Jahrgangsstufen 8 und 9 erfolgt ohne Versetzungsbeschluss, sofern nicht die Klassenkonferenz den Aufstieg mit einem Vorbehalt nach Absatz 2 verbindet. Die Klassenkonferenz kann am Ende eines Schuljahres die Empfehlung aussprechen, dass eine Schülerin oder ein Schüler die Jahrgangsstufe wiederholt, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass sie oder er in der folgenden Jahrgangsstufe nicht erfolgreich mitarbeiten kann. Die Eltern entscheiden, ob der Empfehlung gefolgt werden soll.
(2) Gelangt die Klassenkonferenz zu der Auffassung, dass die erfolgreiche Mitarbeit in der folgenden Jahrgangsstufe aufgrund erheblicher fachlicher Mängel nicht zu erwarten ist, verbindet sie den Aufstieg in die Jahrgangsstufe 8 oder 9 mit dem Vorbehalt, dass die Schülerin oder der Schüler zum Schulhalbjahr in die zuvor besuchte Jahrgangsstufe zurücktreten muss, wenn zu diesem Zeitpunkt weiterhin einer erfolgreichen Mitarbeit entgegenstehende erhebliche fachliche Mängel gegeben sind. Die Klassenkonferenz legt zusammen mit der Entscheidung über den Vorbehalt Fördermaßnahmen fest. Hat die Schülerin oder der Schüler ein Schuljahr aufgrund der Empfehlung nach Absatz 1 Satz 2 oder ein Schulhalbjahr aufgrund des Rücktritts nach Satz 1 wiederholt und gelangt die Klassenkonferenz weiterhin zu der Auffassung, dass eine erfolgreiche Mitarbeit aus den in Satz 1 genannten Gründen im folgenden Schuljahr nicht zu erwarten ist, wird sie oder er in die nachfolgende Jahrgangsstufe der Gemeinschaftsschule schrägversetzt. Die Schrägversetzung ist schriftlich zu begründen und den Eltern gemeinsam mit dem Zeugnis zu übermitteln.
(3) Im neunjährigen Bildungsgang werden alle Schülerinnen und Schüler in die Jahrgangsstufe 10 versetzt, bei denen eine erfolgreiche Mitarbeit in der folgenden Jahrgangsstufe zu erwarten ist. Sofern die erfolgreiche Mitarbeit aufgrund erheblicher fachlicher Mängel nicht zu erwarten ist, erfolgt die Versetzung mit einem Vorbehalt entsprechend Absatz 2 Satz 1. Der durch die Versetzung erworbene Erste allgemeinbildende Schulabschluss bleibt hiervon unberührt. Absatz 2 Satz 2 bis 4 findet entsprechende Anwendung.

Am Ende der 10. Jahrgangsstufe gibt es dagegen eine 'richtige' Versetzungsentscheidung. Hier heißt es in der Schulartverordnung Gymnasium:

(6) Im neunjährigen Bildungsgang erfolgt das Aufsteigen in die Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) durch Versetzungsbeschluss der Klassenkonferenz am Schuljahresende. Eine Schülerin oder ein Schüler ist versetzt, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der Oberstufe erfolgreich mitarbeiten kann. Schülerinnen und Schüler, die nicht versetzt werden, wiederholen die Jahrgangsstufe 10. Die Wiederholung ist einmal möglich.

Obwohl wir Wiederholungen möglichst vermeiden wollen, können sie im Einzelfall durchaus sinnvoll sein. Die Klassenkonferenz kann sie deshalb auch weiterhin empfehlen, als Eltern können Sie sie beantragen. Die vollständige Schulartverordnung für die Gymnasien finden Sie hier.

Was sind eigentlich Schullaufbahnberatungsgespräche?
Die oben beschriebene Versetzungsregelung gibt uns viel pädagogischen Gestaltungsspielraum. Wir halten den Aufstieg/die Versetzung mit Vorbehalt für eine Notfalllösung, deshalb laden wir Sie als Eltern mit Ihrem Kind zu Gesprächen ein und versuchen mit Ihnen gemeinsam sinnvolle Lösungen zu finden. Besonders am Ende der 9. Klasse beraten wir sehr sorgfältig, wie die schulische Laufbahn am sinnvollsten fortgesetzt werden kann.

Was sind pädagogische Konferenzen?
Um die Situation in unseren Klassen besprechen zu können, führen wir neben den regulären Klassenkonferenzen zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres pädagogische Konferenzen (=Zwischenkonferenzen) im Herbst und im Frühjahr durch. Bei akuten Problemen kann außerdem jederzeit eine Klassenkonferenz einberufen werden.

„Kopfnoten“?
Die Zeugnisverordnung sieht vor, dass im Zeugnis anstelle der Kopfnoten „die Kriterien Arbeitsorganisation, Anwendung von Methoden, Konzentration, Selbstständigkeit und Engagement“ (Zeugnisverordnung § 7,1) und „die Kriterien Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit“ zu berücksichtigen sind. Wir haben uns – gemeinsam mit der Voss-Schule – für eine tabellarische Darstellung entschieden. Die jeweilige Klassenleitung macht einen entsprechenden Vorschlag, die Fachlehrkräfte ergänzen oder stimmen zu. Bei strittigen Fällen entscheidet die Klassenkonferenz. In Abgangs- und Abschlusszeugnissen entfällt dieser Bereich.

Fördern?
Wir führen Extraschichten in einigen Kernfächern zusätzlich zum regulären Unterricht durch, um Defizite aufzuarbeiten. Diese Stunden werden jeweils im Stundenplan der Klassen ausgewiesen. Der Besuch dieser Extraschichten ist vorrangig für die Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die Leistungsprobleme haben. Eine Teilnahme weiterer Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe ist nach Rücksprache mit der jeweiligen Lehrkraft möglich.
Eine Übersicht über die aktuellen Förderstunden in der Mittelstufe gibt es hier.

Schulwechsel?
Die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsschulen ist sehr konstruktiv. Sie bieten einzelnen Schülern und Schülerinnen nach einem Schulwechsel eine Chance, neu durchzustarten. Über die Aufnahme entscheidet jeweils die Schulleitung der aufnehmenden Schule. Besonders nach der 9. Klasse kann ein Wechsel sehr sinnvoll sein.

Maßnahmen bei Erziehungskonflikten?
Wir bemühen uns immer, einvernehmliche Regelungen zu erreichen. Es ist aber manchmal erforderlich, klare Grenzen zu setzen, wenn Gespräche, Ermahnungen, Missbilligungen nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben. Die entsprechenden Regelungen finden Sie im Schulgesetz § 25. Das Schulgesetz finden Sie hier.

Neuaufnahme?
Wir freuen uns über das große Interesse an unserer Schule. Neue Schüler nehmen wir gerne auf, wenn die Klassenstärken es zulassen. Über die Aufnahme entscheidet die Schulleiterin. Diese Entscheidung wird vorbereitet durch ein Aufnahmegespräch mit dem Mittelstufenleiter. Bei entsprechendem Interesse vereinbaren Sie bitte über unser Sekretariat einen Termin. Bedenken Sie bitte, dass ein Wechsel von einem Gymnasium auf ein anderes nicht unbedingt alle Probleme löst. Wenn Konflikte hinter einem Wechselwunsch stehen, sollten diese zunächst an der alten Schule bearbeitet werden.

 

Letzte Bearbeitung September 2016

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